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Chronologie
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Alma und die Musik
Kokoschkas Alma-Bilder
Die Alma-Puppe

Originalstimmen mp3
  Emil Jakob Schindler, Vater
Anna von Bergen, Mutter
Carl Moll, Stiefvater
Anna Mahler, Tochter
Maria Anna Mahler, Tochter
Manon Gropius, Tochter
Martin Carl Johannes, Sohn
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Bruno Walter
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Hans Pfitzner
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August Hess
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Alexander Zemlinsky (1872-1942)
Komponist, Almas Kompositionslehrer & Liebhaber

Alexander Zemlinsky, damals 28, lernte Alma Schindler im Februar 1900 auf einer Abendgesellschaft in der Villa Spitzer auf der Hohen Warte in Wien kennen. Kurz zuvor hatte die 21-Jährige Zemlinsky erlebt, als er im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins die Uraufführung seiner Kantate „Frühlingsbegräbnis“ dirigierte. Im März besuchte Alma mit ihrem Gast, dem Maler Fernand Khnopff, eine Aufführung seiner Oper „Es war einmal“ in der Hofoper.

> Alma und die Musik Zemlinskys

Alexander Zemlinsky Alexander Zemlinsky
     
"Ich will dich – mit jedem Atom meines Fühlens!"

Zwischen der attraktiven und selbstbewussten Alma und dem introvertierten Zemlinsky entwickelte sich bald ein stürmisches Verhältnis. Zemlinsky wurde Almas Kompositionslehrer, nachdem er einige ihrer bereits komponierten Lieder begutachtet hatte, und verkehrte fortan im Haus von Almas Stiefvater Carl Moll. Seit dem Herbst 1900 ging das Verhältnis über den Unterricht hinaus. Zemlinsky und Alma Schindler begannen eine leidenschaftliche und komplizierte Liebesbeziehung, die bis zum folgenden Herbst dauerte. Zemlinsky widmete seiner Geliebten die 1899 komponierten „ Fünf Gesänge“ op. 7.

Sowohl Almas Tagebuch-Suiten als auch Zemlinskys Briefe dokumentieren die ungewöhnliche und unglücklich verlaufende Beziehung Almas zu Alexander. Alma bewunderte die Musik und die Intelligenz Zemlinskys. Sie war fasziniert von seiner erotischen Ausstrahlung, wiewohl sie den kleingewachsenen Komponisten nicht attraktiv fand. Nicht nur Almas Mutter, auch sie wollte Zemlinskys Herkunft und Sorgen um den beruflichen Fortgang nicht akzeptieren. Zemlinsky liebte Alma abgöttisch, lehnte aber ihre oft oberflächlichen Gesellschaften ab. Er wollte eine Frau, die sich mit ihm und für ihn aus der Öffentlichkeit zurückzog, was für Alma niemals in Frage kam.

Alma Schindler Widmung Alma Schindler Widmung
     
Photographie von Alma Schindler (um 1900) mit Ihrer Unterschrift.
Rückseite mit Almas Widmung an Zemlinsky: "Herrn Alexander von Zemlinksy in aufrichtiger Freundschaft."

Im Herbst 1901 begegnete Alma dem wesentlich älteren Gustav Mahler bei einem Konzert, das Zemlinsky dirigierte. Kurze Zeit später heiratete Alma Gustav Mahler.
Nach Almas Heirat brach der Kontakt bis 1903 ab, danach gab es wiederholt Begegnungen und Briefkontakt.

Die Beziehung zu Alma wurde zur Inspirationsquelle von Zemlinskys Oper „Der Zwerg“ (nach Oskar Wilde, uraufgeführt 1922). In diesem Einakter bekommt eine schöne Prinzessin einen Zwerg als Geburtstagsgeschenk, der sich noch nie im Spiegel gesehen hat. Er verliebt sich in sie und glaubt auf Gegenliebe zu stoßen, nachdem ihm die Prinzessin als Spaß für die Gesellschaft eine Rose zuwirft. Am Ende wird er über das üble Spiel aufgeklärt, sieht sich im Spiegel - und stirbt.
Zemlinsky war auch Gast bei Almas legendärer Abschiedsparty am 12. Juni 1937, die sie vor ihrer Emigration nach Amerika in ihrer Villa auf der Hohen Warte gab. In ihrer Autobiographie „Aus meinem Leben“ gibt Alma eine verkürzte und verharmlosende Darstellung ihres Verhältnisses zu Zemlinsky wider, die deutlich von den früheren Tagebucheintragungen abweicht.

Alexander Zemlinsky Alexander Zemlinsky Alexander Zemlinsky
         
Zemlinsky Karikatur
Alexander von Zemlinsky in späteren Jahren.